Besuch unserer Partnergruppe Amis du Jumelage Rouen-Hanovre in Hannover.
Von vielen engagierten Mitgliedern in der IBHR vorbereitet, begann der Besuch unserer Gäste aus Rouen mit einem Tag im Rathaus: der Start zu den 2026/2027 vorgesehenen Jubiläumsaktionen zu 60 Jahre Städtepartnerschaft Hannover-Rouen.
Das Aufgaben-Spektrum und die aktuellen Städtepartnerschaftsprojekte des Kulturbüros der Stadt Hannover wurden von Janika Millan präsentiert, gefolgt von einer Präsentation zu unterstützenden Maßnahmen der Antenne Métrople, die sich ebenfalls intensiv für die Förderung von Städtepartnerschaften engagiert, vorgestellt von Vera Glaser. Ein Empfang von Oberbürgermeister Belit Onay am Nachmittag rundete den Rathausbesuch ab.
Eine Matinee als Auftakt führte unsere Gedanken zunächst zu den Gründungsvätern und -müttern, die den Grundstein für unsere heutige Begegnung legten – mit ihren Nachkriegserfahrungen, um mit viel Behutsamkeit freundschaftliche Beziehungen für kommende Generationen zu ermöglichen – alles ohne moderne Kommunikationsmittel und ohne unsere inzwischen eher informell gewordenen Umgangsformen. Welch’ eine mutige Initiative, auf deren gewachsenen Strukturen heute mit Leichtigkeit von uns allen angeknüpft werden kann – mit viel Gestaltungsspielraum, der uns heutzutage zur Verfügung steht.
Und wie gestalten wir eine Woche mit unseren französischen Freundinnen und Freunden? Rückblickend gefühlt, war diese Zeit miteinander eigentlich viel zu kurz … Unsere 18 Gäste aus Rouen – alle von IBHR-Gastgeber*innen aufgenommen – kannten wir bereits aus vorherigen Begegnungen, z.T. sogar seit vielen Jahren. Welch’ eine intensive Wiedersehensfreude nach einem Jahr! Vorausgegangen waren schon monatelange Vorbereitungen. Ein Vergnügen für uns, allen französischen wie auch IBHR-Teilnehmenden dieses Programm zusammenzustellen. Unsere Gäste konnten nach Lust, Laune und Interessenlage zwischen teilweise zeitgleich angebotenen Besichtigungen und Touren wählen, immer initiiert, geführt oder begleitet von IBHR-Mitgliedern. Sei es eine Führung durch die Niedersächsische Landesbibliothek, die Musikhochschule, innovativ geführte Industrieunternehmen mit moderner Gebäudearchitektur, Stadtteilrundgänge, Museumsbesuche, Konzerte oder Exkursionen nach Hamburg und Goslar. Es fand sich immer ein „Experte“ aus den eigenen Reihen und verlieh dem Ganzen zusätzlich persönliches Flair. Höhepunkt war sicherlich für alle ein Table-Quiz in deutsch-französischer Sprache – auch mit Bezug zum aktuellen Jubiläum – und vielen amüsanten Einlagen wie auch Buffetbeiträgen aus den häuslichen Küchen für die Pausen.
Immer wieder fand sich eine deutsch-französische Gruppe zusammen, die munter in beiden Sprachen miteinander plauderte. Die meisten Teilnehmenden konnten in beiden Sprachen miteinander kommunizieren, was das Zusammensein unkompliziert machte und mehr Spontanität ermöglichte.
Die Komitees der Städtepartnerschaft aus Rouen und Hannover (AJRH und IBHR) hatten sich, wie mittlerweile üblich, zwischen den Veranstaltungen zu einem Erfahrungsaustausch zusammengefunden, um Überlegungen für künftige Begegnungen und Projekte zu erörtern.
Gemeinsame Essen mit allen Gästen und Gastgebern gab es ebenfalls in gewohnter Weise zum Auftakt und Abschied. Die Gastgebenden mussten quasi „Zeitnischen“ finden, um dann noch mit ihren eigenen Gästen etwas zu unternehmen. Somit bleiben gewiss noch Wünsche für den nächsten Besuch offen.
Es war auch schön mitzuerleben, wie spontane Begegnungen der französischen Gäste in der Stadtgesellschaft eine so positive Resonanz hervorriefen. Ob Hannover etwas französischer geworden ist? Das war schon ein Wunsch unseres ehemaligen Oberbürgermeisters Herbert Schmalstieg, der 2003 diesem Anliegen in seiner Rede beim ersten Jour de France im hannoverschen Rathaus Ausdruck verlieh.
Gewiss werden alle von uns – Gäste wie Gastgebende – mit einem Lächeln auf diese ereignisreiche, erfüllte Woche mit Rahmenprogramm wie auch privatem Beisammensein zurückblicken. Unsere vertieften Beziehungen schaffen eine intensive persönliche Verbundenheit miteinander, und sie stärken darüberhinaus unser Interesse an Frankreich und unseren französischen Nachbarn – so wie wir es im umgekehrten Fall in gleicher Weise erfahren.
Wir, die IBHR, freuen uns schon jetzt sehr auf die Begegnungswoche 2027 in Rouen – oder mal auf eine Stippvisite zwischendurch. Wie schön, die deutsch-französische Freundschaft so persönlich und hautnah zu erleben und dazu beitragen zu dürfen!
Vive l’amitié franco-allemande!
Das Team der IBHR
Gudrun – Heiner – Silvia – Barbara
Vom 12. bis 18. April 2026 kommt unsere Partnergruppe Amis du Jumelage Rouen-Hanovre nach Hannover.
Die diesjährige Bürgerbegegnung steht mit zahlreichen Veranstaltungen ganz im Zeichen des Jubiläums
„60 Jahre Städtepartnerschaft Hannover-Rouen“.