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60 Jahre Partnerschaft Hannover-Rouen – erlebte Freundschaft im Wandel der Zeit
Besuch unserer Partnergruppe Amis du Jumelage Rouen-Hanovre in Hannover.
Von vielen engagierten Mitgliedern in der IBHR vorbereitet, begann der Besuch unserer Gäste aus Rouen mit einem Tag im Rathaus: der Start zu den 2026/2027 vorgesehenen Jubiläumsaktionen zu 60 Jahre Städtepartnerschaft Hannover-Rouen.
Das Aufgaben-Spektrum und die aktuellen Städtepartnerschaftsprojekte des Kulturbüros der Stadt Hannover wurden von Janika Millan präsentiert, gefolgt von einer Präsentation zu unterstützenden Maßnahmen der Antenne Métrople, die sich ebenfalls intensiv für die Förderung von Städtepartnerschaften engagiert, vorgestellt von Vera Glaser. Ein Empfang von Oberbürgermeister Belit Onay am Nachmittag rundete den Rathausbesuch ab.
Eine Matinee als Auftakt führte unsere Gedanken zunächst zu den Gründungsvätern und -müttern, die den Grundstein für unsere heutige Begegnung legten – mit ihren Nachkriegserfahrungen, um mit viel Behutsamkeit freundschaftliche Beziehungen für kommende Generationen zu ermöglichen – alles ohne moderne Kommunikationsmittel und ohne unsere inzwischen eher informell gewordenen Umgangsformen. Welch’ eine mutige Initiative, auf deren gewachsenen Strukturen heute mit Leichtigkeit von uns allen angeknüpft werden kann – mit viel Gestaltungsspielraum, der uns heutzutage zur Verfügung steht.
Und wie gestalten wir eine Woche mit unseren französischen Freundinnen und Freunden? Rückblickend gefühlt, war diese Zeit miteinander eigentlich viel zu kurz … Unsere 18 Gäste aus Rouen – alle von IBHR-Gastgeber*innen aufgenommen – kannten wir bereits aus vorherigen Begegnungen, z.T. sogar seit vielen Jahren. Welch’ eine intensive Wiedersehensfreude nach einem Jahr! Vorausgegangen waren schon monatelange Vorbereitungen. Ein Vergnügen für uns, allen französischen wie auch IBHR-Teilnehmenden dieses Programm zusammenzustellen. Unsere Gäste konnten nach Lust, Laune und Interessenlage zwischen teilweise zeitgleich angebotenen Besichtigungen und Touren wählen, immer initiiert, geführt oder begleitet von IBHR-Mitgliedern. Sei es eine Führung durch die Niedersächsische Landesbibliothek, die Musikhochschule, innovativ geführte Industrieunternehmen mit moderner Gebäudearchitektur, Stadtteilrundgänge, Museumsbesuche, Konzerte oder Exkursionen nach Hamburg und Goslar. Es fand sich immer ein „Experte“ aus den eigenen Reihen und verlieh dem Ganzen zusätzlich persönliches Flair. Höhepunkt war sicherlich für alle ein Table-Quiz in deutsch-französischer Sprache – auch mit Bezug zum aktuellen Jubiläum – und vielen amüsanten Einlagen wie auch Buffetbeiträgen aus den häuslichen Küchen für die Pausen.
Immer wieder fand sich eine deutsch-französische Gruppe zusammen, die munter in beiden Sprachen miteinander plauderte. Die meisten Teilnehmenden konnten in beiden Sprachen miteinander kommunizieren, was das Zusammensein unkompliziert machte und mehr Spontanität ermöglichte.
Die Komitees der Städtepartnerschaft aus Rouen und Hannover (AJRH und IBHR) hatten sich, wie mittlerweile üblich, zwischen den Veranstaltungen zu einem Erfahrungsaustausch zusammengefunden, um Überlegungen für künftige Begegnungen und Projekte zu erörtern.
Gemeinsame Essen mit allen Gästen und Gastgebern gab es ebenfalls in gewohnter Weise zum Auftakt und Abschied. Die Gastgebenden mussten quasi „Zeitnischen“ finden, um dann noch mit ihren eigenen Gästen etwas zu unternehmen. Somit bleiben gewiss noch Wünsche für den nächsten Besuch offen.
Es war auch schön mitzuerleben, wie spontane Begegnungen der französischen Gäste in der Stadtgesellschaft eine so positive Resonanz hervorriefen. Ob Hannover etwas französischer geworden ist? Das war schon ein Wunsch unseres ehemaligen Oberbürgermeisters Herbert Schmalstieg, der 2003 diesem Anliegen in seiner Rede beim ersten Jour de France im hannoverschen Rathaus Ausdruck verlieh.
Gewiss werden alle von uns – Gäste wie Gastgebende – mit einem Lächeln auf diese ereignisreiche, erfüllte Woche mit Rahmenprogramm wie auch privatem Beisammensein zurückblicken. Unsere vertieften Beziehungen schaffen eine intensive persönliche Verbundenheit miteinander, und sie stärken darüberhinaus unser Interesse an Frankreich und unseren französischen Nachbarn – so wie wir es im umgekehrten Fall in gleicher Weise erfahren.
Wir, die IBHR, freuen uns schon jetzt sehr auf die Begegnungswoche 2027 in Rouen – oder mal auf eine Stippvisite zwischendurch. Wie schön, die deutsch-französische Freundschaft so persönlich und hautnah zu erleben und dazu beitragen zu dürfen!
Vive l’amitié franco-allemande!
Das Team der IBHR
Gudrun – Heiner – Silvia – Barbara
Vom 12. bis 18. April 2026 kommt unsere Partnergruppe Amis du Jumelage Rouen-Hanovre nach Hannover.
Die diesjährige Bürgerbegegnung steht mit zahlreichen Veranstaltungen ganz im Zeichen des Jubiläums
„60 Jahre Städtepartnerschaft Hannover-Rouen“.
13. Oktober Fahrt nach Berlin „auf den Spuren der Franzosen“
Allmählich zur Tradition geworden, hat die Initiative Bürgerbegegnungen Hannover-Rouen (IBHR) ihre Herbstreise nach Berlin unternommen. In diesem Jahr stand das Centre Français de Berlin im Fokus, ein französisches Kultur- und Begegnungszentrum, das während der französischen Besatzungszeit nach dem 2. Weltkrieg in Berlin-Wedding entstand und sich in heutiger Zeit zu einer vielseitigen internationalen Bildungs-, Tagungs- und Kultureinrichtung entwickelt hat.
Nachmittag hatten wir Gelegenheit, einen Blick auf futuristische Projektideen zu werfen: Eine Führung im Futurium brachte uns Forschungsideen näher, die sich im Entwicklungs- und Erprobungszustand befinden oder als Utopien noch in der Ferne liegen. Momente zum Staunen – nicht zu vergessen der Skywalk auf dem Dach mit schönem Blick über Berlin.
Centre Francais de Berlin
Im Futurium Berlin
Im Futurium Berlin
Vor dem Eiffelturm am Centre Francais
Rouen im Frühling – eine Reise zu Freunden – 2025
Reise der INITIATIVE BÜRGERBEGEGNUNGEN HANNOVER-ROUEN
im Rahmen der Städtepartnerschaft, 7.-13. April 2025
Endlich war es soweit: Die jährliche Bürgerbegegnung im Rahmen unserer Städtepartnerschaft fand dieses Mal in Rouen statt. 19 Teilnehmer*innen der IBHR machten sich auf, und in rund 10 Stunden per ICE, TGV, Metro mit Umsteigen in Paris und „NO_MA_D“-Zug erreichten wir ROUEN. Am Bahnhof erwartete uns unsere Partnergruppe AMIS DU JUMELAGE Rouen-Hanovre: welche Wiedersehensfreude auf beiden Seiten und herzlicher Empfang der neuen Teilnehmer*innen!
Was uns zusammenhält
Mit wenigen Worten: Unsere Begegnungen lassen immer wieder einen Hauch Faszination ahnen, getragen von Wohlwollen und Vertrauen aller Teilnehmer*innen untereinander – ein Gefühl, das sich auch gleich auf die Neuen unter uns übertrug. Angefangen bei der liebevollen Aufnahme zuhause bei unseren französischen Gastgeber*innen (private Unterbringung wird immer angestrebt), die Teilnahme mit ihnen am gemeinsamen Besuchsprogramm, kreativ gestaltet und kompetent begleitet vom Organisations-Team der AMIS DU JUMELAGE. Was für besondere Erlebnisse mit immer wieder neu aufkommendem Gesprächsstoff. Es ist jedes Mal eine Woche tiefen Eintauchens in französische Lebenswelten – eine einzigartige Chance, Bürger*innen unserer Partnerstadt so intensiv kennenzulernen. Das ist gewiss viel mehr, als es eine touristischen Reise erwarten lassen könnte.
Dank guter Sprachkenntnisse der Teilnehmenden ergaben sich ganz von selbst intensive Gespräch: Wie denken wir heutzutage über unsere Geschichte, über das aktuelle Weltgeschehen? Wie leben wir mit Kindern, wie sieht unsere Arbeitswelt aus – und was machen wir mit zunehmendem Alter? Oft kommen wir zu sehr ähnlichen Ansichten, stellen aber auch fest, dass das jeweils erlernte Geschichtsverständnis, Kultur, Lebensgewohnheiten und Sprachbegriffe ebenfalls signifikante Unterschiede sichtbar machen können. Angefangen beim Tischdecken, wobei die Gabel immer mit den Zinken nach unten gelegt wird (offenbar eine Reminiszenz aus der Revolution) oder die wunderbare Sitte, vorm Dessert noch Käse anzubieten. Man könnte sich daran gewöhnen! Ja, nicht zu vergessen, die Tricks, den Käse richtig zu portionieren …
Ein weiteres Beispiel ist die unterschiedlich in unseren beiden Sprachen bezeichnete Landung der Alliierten 1944 in der Normandie: Im deutschen Sprachgebrauch üblicherweise als „die Invasion“ bezeichnet, während man in Frankreich vom „le débarquement“ spricht. Hier offenbaren sich sehr verschiedene Sichtweisen. Erleichtert und dankbar stellen wir dann immer wieder fest, wie sich die Zeiten gewandelt haben. So, wie es beim Rathausempfang unserer beiden Partnerschaftsgruppen immer wieder hieß „vive l’amitié franco-allemande“.
Rouen erfindet sich immer wieder neu
Diese geschichtsträchtige Stadt, mit ihren mannigfaltigen historischer Zeugnissen – sichtbar wie auch etwas verborgen – macht immer wieder neugierig auf Entdeckungstouren. Wer regelmäßig mit uns zu diesen Begegnungen mitgefahren ist, wird sicherlich bemerkt haben, dass z.B. der „fléche“, die seit Jahren umhüllte Turmspitze auf der Kathedrale, langsam fertig zu werden scheint. Die Vollendung wird vermutlich wohl beim nächsten Besuch sichtbar sein. Dennoch, die prachtvolle Fassade wie auch der faszinierende Innenraum der Kathedrale sind immer wieder ein Highlight, dem man sich auch nach Jahren intensiver Rouen-Tuchfühlung kaum entziehen kann. Dieses Jahr wurde der Besuch von der Luminiscence-Show gekrönt: Atemberaubende Licht-Projektionen am Abend im Innenraum, abgestimmt mit klassischer Musik und Chor, ergänzt von Erzählungen zu historischen Ereignissen rund um diese ehrwürdige Kathedrale.
Aber auch wenn man all diese sehenswerten Orte und Objekte bereits kennt … Rouen begeistert immer wieder mit neuen Ideen und Gestaltungen im öffentlichen Raum, sei es das Justizministerium, dessen Fassadenschäden kunstvoll mit Legosteinen „repariert“ wurden, seien es neu gestaltete Plätze, Grünflächen und Fassaden die ihren alten Charme bewahrt haben und mit neuem Flair so erfrischend anders wirken. Die vielen Cafés und Bistros mit ihrer verlockend kreativen Fusionskochkunst, das quirlige Leben in den Altstadtgassen, die kleinen Boutiquen, Trödel- und Antiquitäten-Läden … welch’ eine Freude, hier zu stöbern oder einfach dem Treiben zuzuschauen …
Das Angebot, zwischen zeitgleich stattfindenden Programmpunkten zu wählen, machte uns Gästen die Auswahl sehr schwer: Führung durch die Altstadt, Archiv des Nationalen Bildungsmuseums, Museum der Schönen Künste, Architektur-Hochschule oder der Besuch einer ehemaligen Posamentenfabrik, ein Spaziergang über den Britischen Soldatenfriedhof Saint-Sever, durch den Forêt monumentale mit seinen Kunstwerken oder den Wildpark Clères … Eine Führung hinter die Kulissen gab uns Einblicke in die Arbeitswelten und Strukturen des Opernhauses in Rouen.
Das Historial Jeanne d’Arc im erzbischöflichen Palast, das dem Gedenken an die berühmte Jungfrau von Orléans gewidmet ist, zeigte uns in den authentischen Räumen ihre Verurteilung 1431 wie auch ihre Rehabilitierung 1456 in historischer Abfolge per moderner Szenografie. Ein Erlebnis an magischem Ort!
Und natürlich haben haben wir auch diesmal einen herrlichen Tagesausflug ans Meer unternommen. Unsere Gastgeber*innen sind mit uns per PKW nach Fécamp gefahren. Das neue, hochmoderne Fischerei-Museum konnte besucht werden, und wer mochte, bummelte durch das hübsche Städtchen, spazierte am Kieselstrand entlang oder warf einen Blick in die Bénédictiner-Abtei und kostete ihren berühmten Likör.
Am letzten Tag standen die Abteien Saint-Georges de Boscherville mit großartiger fachlicher Führung und Jumiège auf dem Programm – ein Traum, Frankreichs „größte und schönste Ruine“ bei strahlendem Sonnenschein zu durchstreifen.
Dieses für uns ausgearbeitete Besuchsprogramm, sorgsam, liebevoll arrangiert, war so gelungenen und wieder einmal mit ganz neuen Themen. Das war „spitze“ – großes Kompliment! Es war eine Freude, daran teilzunehmen. Unsere besondere Anerkennung und unser herzlicher Dank gilt dem Organisations-Team der AMIS DU JUMELAGE und all den helfenden Händen.
Zwischendurch hatten sich die Komitees beider Partnerschaftsorganisationen wieder zu einer Arbeitssitzung getroffen – ein wichtiger Informationsaustausch, in der beide Gruppen diesmal ihre rechtlich und organisatorisch unterschiedlichen Strukturen erläutert haben wie auch ihre Aufgaben, Erfahrungen und Zielsetzungen. Außerdem wurden Denkanstöße für verschiedene Aufgabenfelder diskutiert. Dieser Erfahrungsaustausch wird unsere Zusammenarbeit nachhaltig noch harmonischer machen.
Mit welchen Gedanken nehmen wir Abschied?
Es sind Dankbarkeit und Freude über die außerordentliche Gastfreundschaft der Gastgeber*innen unserer Partnergruppe wie auch das sehr interessante Programm. Hier offenbart sich so viel Wohlwollen, Offenheit, Vertrauen, Kreativität wie auch Lust, gemeinsam etwas erleben zu wollen – eben vor Ort die französische Kultur zu interpretieren und uns näher zu bringen. Ja, und es ist einfach herrlich für uns gewesen, daran teilzuhaben und in gewisser Weise dabei „über den Tellerrand zu schauen“. Ein ganz großes Dankeschön an die AMIS DU JUMELAGE für die herzliche Aufnahme und liebevolle Betreuung.
Schon jetzt keimen in uns Überlegungen auf, wie wir im nächsten Jahr den Gegenbesuch unserer Freunde gestalten könnten – zumal 2026 ein Jubiläum ansteht: 60 Jahre Städtepartnerschaft Hannover-Rouen! Seien wir also gespannt … Freuen wir uns zunächst über unsere weiter gewachsenen Kontakte und die Verbundenheit mit unseren Freunden in Rouen. Gewiss wird es private „Zwischenbegegnungen“ geben, bevor wir im Herbst hier mit vereinten Kräften in uns gehen und die Ärmel hochkrempeln, um unseren Gästen der AMIS DU JUMELAGE eine schöne Woche im nächsten Jahr in Hannover bereiten zu können. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen!
Das Team der IBHR
Gudrun – Heiner – Silvia – Barbara
Ausflug nach Potsdam
St. Nikolai
Holländisches Viertel
Am alten Markt
Hof eines 5-Achsen Hauses
Yorckstraße mit Kanal
im Museum Barberini
idyllischer Innenhof
Museum Barberini
Am Montag, den 23. September machte sich eine Gruppe von 14 Mitgliedern der ibhr auf den Weg nach Potsdam. Unser geplanter ICE fiel aus, aber wir konnten kurzerhand den verspäteten früheren Zug nehmen.
Vom Bahnhof Potsdam ging’s zu Fuß auf den alten Markt. Dort wurden wir von unserer Stadtführerin erartet, die uns in die Historie von Potsdam und die damit eng verbundene Abfolge der preußischen Fürsten (in der Regel: Friedrich, der…) einführte. Beginnend mit der St. Nikolaikirche und dem Landtag Brandenburg führte sie uns vorbei am neuen Synagogenzentrum über den neuen Markt und über die Yorckstraße mit dem wasserlosen Kanal durch unterschiedlich bebaute Straßen bis zum holländischen Viertel, das nach den zu Hilfe gerufenen holländischen Handwerkern benannt ist. Dort gab es eine kleine Mittagspause.
Zurück am alten Markt genossen wir am Nachmittag eine hervorragende Führung im Museum Barbarini zur Ausstellung des Vauvisten Maurice de Vlaminck durch einen holländischen Kunstexperten, der uns de Vlaminck im Geflecht seiner Zeit, seiner Zeitgenossen und seiner Lebenswelten sehr unterhaltsam näher brachte.
Mit dem Zug ging’s nach einem ausgefüllten Tag zurück nach Hannover. Heiner Gudehus sei für die gute Vorbereitung von Fahrt, Stadt- und Museumsführung gedankt.
Pétanque/Boule in der Herrenhäuser Allee
Am Samstag 20.07.2024 trafen sich um 16 Uhr acht BoulespielerInnen auf der Allee im Georgengarten. Da alle Boulekugeln dabei hatten, konnten zwei Gruppen gebildet werden, die jeweils ein Spiel zwei gegen zwei aufzogen. Nach Abschluss des ersten Spieles und kurzer Pause spielten die Gewinnerteams und die Zweitplatzierten gegeneinander. Im Vordergrund stand jedoch das olympische Motto « Dabei sein ist alles! « . Und so trennten wir uns kurz nach sechs nach zwei angenehmen und entspannten Stunden im Schatten der Alleebäume.
Das nächste Boule-Treffen findet am Samstag, 24.08.2024 wieder um 16 Uhr am gleichen Ort statt.
Da wir anfangs ein wenig über die Regeln diskutieren mussten, hier sicherheitshalber noch eine Quelle von Obut, dem bekannten Kugelhersteller:
https://www.obut.com/fr/blog/conseils/les-regles-de-la-petanque
Erlebnisse einer deutsch-französischen Woche 2024
Vom 28.4. – 4.5.24 reisten dieses Jahr 21 Französinnen und Franzosen aus Rouen zu uns nach Hannover – zwei Schülerinnen mit ihren Müttern, Alleinreisende und auch Paare unserer Partnergruppe Amis du Jumelage Rouen-Hanovre. Es waren bereits vertraute Gesichter wie auch fünf neue Teilnehmende. Allen bot die IBHR Privatquartiere aus eigenen Reihen an, sofern gewünscht. Eine Arbeitsgruppe der IBHR hatte ein buntes Programm für die Woche zusammengestellt, und nun waren alle gespannt, ob das Programm Anklang finden würde und welche Auswahl jeder treffen würde.
Uns alle bewegt seit Gründung der IBHR 2016 immer wieder die Frage, wie wir mit unseren Aktivitäten den bestmöglichen Weg finden, um die von uns kontinuierlich weiterentwickelte Begegnungsform für
alle Beteiligten zeitgemäß wie auch nachhaltig sinnstiftend zu gestalten.
Wie 2022 erstmalig erprobt, boten wir ein aktives Begegnungsformat mit mehreren Programmpunkten pro Tag an – auch parallel -, damit sich möglichst nur kleine Gruppen für eine Aktivitäten bilden. Und wie wir inzwischen meinen, geht durch dieses intensive Miteinander etwas Einzigartiges von solchen deutschfranzösischen Begegnungen aus.
Und so begann es:
Aus dem diesmal kühlen, verregneten Rouen sind unsere Gäste nach 12 Stunden Busfahrt in einem zauberhaften Frühsommer bei uns angekommen. Das schöne Wetter und überbordendes Grün der Natur haben all unseren Vorhaben zusätzlichen Glanz verliehen.
Gleich am Montag Morgen begann das Wiedersehen oder auch Kennenlernen beim gemeinsamen Brunch im Café Anna Blume, einer ehemaligen Leichenhalle des Stöckener Friedhofes und nun verwandelt in ein inklusives Café mit viel Flair. Anschließend folgten Erklärungen und Rundgänge in kleinen Gruppen auf dem Friedhof in herrlich gestalteter Landschaft. Es tat der Seele gut, hier spazieren zu gehen und Gedanken auszutauschen. Ein schöner Anfang für alle.
Schritt für Schritt unverhofft „einzigartig“:
Der Rahmen der Städtepartnerschaft bietet von Anfang an die Plattform für eine vertrauensvolle deutschfranzösische Kommunikation – spontan im persönlichen Gespräch – bei den jeweiligen Treffen und spannt den Bogen zu weiteren Themen.
Das „Einzigartige“ und Bereichernde zeigt sich in den vielen unverhofften Gesprächen zu den unterschiedlichen Wahrnehmungen. Mit anderen Worten: Mal durch die Brille des/der anderen geschaut – nicht von außen oder oben herab, sondern unvermittelt, unerwartet, direkt auf „Augenhöhe“. Und schon wandelt sich auch die Wahrnehmung der Gastgebenden … z.B. Altvertrautes mit anderen Augen zu betrachten und vielleicht wieder mehr wertzuschätzen oder neue Aspekte einzubeziehen. Ein wenig Horizonterweiterung direkt vor Ort – wie auch Freude und Zufriedenheit zu spüren, wenn man wahrnimmt, dass sich unsere Gäste wohlfühlen. Eine wunderbare, kleine Plattform für die Entfaltung deutschfranzösischer Beziehungen – auf Bürgerebene.
Kommunikation und Wohlwollen lassen Vertrauen und Freundschaften allmählich entstehen und wachsen. Die Freude für die Gastgebenden, einmal wieder in die französische Sprache einzutauchen – oder auch umgekehrt – war eine zusätzliche, willkommene Gelegenheit, Sprachkenntnisse aufzufrischen und zu erweitern.
Im Programm wurden bevorzugt Aktivitäten an der frischen Luft angeboten, wo man miteinander plaudern und viel über einander erfahren konnte – ganz spontan und persönlich. So gab es eine Deisterwanderung, eine Radtour, mehrere thematische Stadtrundgänge (einschließlich Besuch der Villa Seligmann), eine Tour durch den Berggarten mit Quiz, eine kunsthistorische Führung durch den Großen Garten und das absolute Muss für Hannover-Anfänger: der Spaziergang auf dem Roten Faden. Auch die Kundgebung zum 1. Mai fand Interessierte – alles jeweils mit Führung bzw. Betreuung aus eigenen Reihen.
Aber Museen und Ausstellungen wie auch ein deutsch-französisches Chorkonzert kamen nicht zu kurz. Den Auftakt machte eine Betriebsführung bei ContiTech Benecke-Kaliko zur Industriegeschichte und innovativen Produktionstechniken dieses Unternehmens. Das Küchenmuseum WOK stand sogar zweimal auf dem Programm. Im Sprengel Museum führte uns der neue französische Konsul Dr. Reinhard Spieler durch die Picasso-Beckmann-Ausstellung. Eine Führung durch das ZeitZentrum Zivilcourage veranschaulichte die Seite des Widerstandes im Nationalsozialismus – und der traditionelle, sehr herzliche Empfang im Neuen Rathaus durch Bürgermeister Klapproth rundete diesen Aufenthalt ab – einschließlich des Angebotes zur Kuppelauffahrt und Rathausführung.
Neben all diesen Teilnahmemöglichkeiten gab es private Zusammenkünfte, Abendessen und Aktivitäten im kleinen Kreis. Im Schloss-Café des Küchenmuseums wurde zu guter Letzt Abschied gefeiert und bereits ein paar Streiflichter auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Rouen geworfen. Wir freuen uns sehr darauf!
Das IBHR-Team
Gudrun – Silvia – Barbara – Heiner
IBHR Adventsfeier 2023
Diesmal fiel die Adventsfeier der IBHR punktgenau auf den Nikolaustag!
Dem Mann mit dem roten Mantel (oder mit Mitra) wurde also diesmal auch Rechnung getragen: Nicht mit Wichtel-Aktionen sondern einem Quiz zu kniffeligen französischen IBHR-Freundinnen. und Freunde gewidmet – bei Käsebuffet und Wein und adventlicher Stimmung. Ein kleines Konzert des EOT-Trios mit französischen Chansons verlockte zwischendurch zum Mitsingen und die kleine vorgelesene Geschichte gab uns Auftrieb, unseren Blick auch mal auf die positiven Dinge im Leben zu richten. Es kann also langsam Weihnachten werden …


IBHR-Kochabend 29.11.2023
Französisch kochen … das geht natürlich auch jenseits des Rheins. Den klassischen Vorbildern aus der französischen Küche quer durchs Land hat sich – anläßlich dieses Kochabends – eine Gruppe der IBHR gewidmet. Ziel: ein französisches Buffet – und zwar warm! Von selbstgebackenen Baguettes, Feigen mit Roquefort-Crème, Coq au vin, Ratatouille, Flammkuchen, Quiche, Kartoffelgratin, geschmorter Kalbskeule, Tarte tartin mit Vanilleeis – ach, vorweg natürlich auch eine Zwiebelsuppe-… Uns blieb wohl kein Wunsch offen. Zum anschließenden gemütlichen Essen gab es noch ein paar amüsante Koch-/Küchenstories vom Küchenmeister zur Unterhaltung.
Und wie schafft man das mit einer ganz plötzlich durch Corona verkleinerten Gruppe trotzdem? Küchenmeister Andreas Goos hat uns supergut vorbereitet. So haben wir mit hochgekrempelten Ärmeln und ziemlicher Dauer-Anspannung mit Hand-in-Hand-Arbeit Seite-an-Seite in Dreiergrüppchen unter Andreas Goos wachem Blick, damit nichts anbrennt, tatsächlich recht punktgenau ein Menü gezaubert, das sich sehen lassen konnte. Kaum zu fassen für uns selbst … inspirierend und mutmachend für neue Küchenvorhaben. Ein Dank an den Küchenmeister Andreas Goos!

IBHR zu Gast in der französischen Botschaft
IBHR zu Gast in der Französischen Botschaft …und La belle France in Berlin
… in diesem Sinne könnte man schmunzelnd zurückblicken auf unseren Tag am 11. September in Berlin, an dem sich die IBHR mit elf Teilnehmer*innen aufmachte, dort „auf den Spuren der Franzosen“ zu wandeln. Bei genauerer Betrachtung wird man in dieser Stadt tatsächlich immer wieder durch Bauwerke, Kunst, Straßennamen und Objekte im öffentlichen Raum daran erinnert, welch prägende Rolle Französinnen und Franzosen hier über Jahrhunderte gespielt haben, ganz abgesehen von den sprachlichen Einsprengseln. Nicht zu vergessen Kulturelles und Lebensart mit französischem Flair im Hier & Jetzt! Macht Berlin nicht immer wieder süchtig auf Neuentdeckungen?
Auf Schuster’s Rappen bzw. in luftigen Sandalen sind wir in der Sommerhitze Heiner Gudehus gefolgt, der diese Tour für uns geplant hatte: vom Hauptbahnhof an Kanzleramt, Reichstag, Brandenburger Tor vorbei, gen Potsdamer Platz und über den Checkpoint Charlie zum Gendarmenmarkt. Dann Aufstieg zur Aussichtsplattform auf den Französischen Dom, Stippvisite in der Galerie Lafayette und weiter die Französische Straße kreuzend Richtung Unter den Linden, u.a. auch zum Besuch einer Ausstellung im Europäischen Haus Berlin.









Anlass und wichtigstes Ziel unseres Berlinausflugs war jedoch an diesem Nachmittag unsere Einladung in die Französische Botschaft. In Gesprächen mit dem Leiter der Konsularabteilung, der Bildungsbeauftragten sowie mit dem Ersten Botschaftsrat haben wir Einblicke nehmen können in die vielfältigen Aufgaben und Funktionen der Botschaftsabteilungen. Im Anschluss war es uns eine zusätzliche Freude, das Botschaftsgebäude unter fachkundiger Führung eines Mitarbeiters der Botschaft besichtigen zu dürfen. Das heutige Gebäude entstand 2001 bis 2002 nach Plänen des Pariser Architekten Christian de Portzamparc und des Berliner Architekten Steffen Lehmannn an der Stelle, an der sich bereits von 1871 bis 1945 eine französische Botschaft befand. Der Antenne Métropole in Hannover gilt unser herzlicher Dank für das Arrangieren dieses Besuchstermins und ebenso vielen Dank an die Gesprächsteilnehmer*innen seitens der Botschaft.
Was für ein schöner Tag!
Das IBHR-Team
Heiner – Silvia – Gudrun – Barbara